Bestandskonzept
Grundlage für einen systematischen Bestandsaufbau einer Bibliothek bildet das Bestandskonzept. In ihm werden die festgelegten Grundsätze definiert. Es ist somit wichtiger Teil eines übergeordneten Bibliothekskonzeptes.
Das Bestandskonzept orientiert sich an den kommunalen sowie politischen Vorgaben des Trägers, fachlichen Standards, den eigenen bibliothekspolitischen Zielen und den Wünschen bestehender sowie zukünftiger Kund:innen. Enthalten in einem guten Bestandskonzept sollten sein:
- Definition der Zielgruppen und Schwerpunkte
- grundsätzliche Zusammensetzung und Nutzungszweck des Bestandes
- Anteile der unterschiedlichen Medien- und Sachgruppen
- Profilbildung und damit eine eindeutige Positionierung der Bibliothek innerhalb der Stadt oder der Gemeinde (z. B. Unterstützung der Aus- und Weiterbildung, Ausbau zur Familienbibliothek, Schwerpunkt Seniorenarbeit, Leseförderung)
Mittels statistischer Daten können die Einwohnerstruktur des Einzugsgebietes einer Bibliothek ermittelt und das Bestandskonzept dementsprechend ausgerichtet werden. Kennzahlen aus Niedersachsen finden Sie beim Landesamt für Statistik Niedersachsen. Zahlreiche Bibliotheksprofile sind in den niedersächsischen Bibliotheken in den letzten Jahren durch die Arbeitsprogramme "Bibliotheksprofil in der Kommune" entstanden. Die Profile sind hier im Volltext zu finden und sollen der Orientierung für Bibliothekskonzepte anderer Einrichtungen dienen.
Bestandsbezogene Kennzahlen
Der Medienbestand sollte immer auf Grundlage des Bestandskonzepts weiterentwickelt werden. Wichtige Basis für das Bestandskonzept wiederum sind Kennzahlen, die Auskunft über die Zusammensetzung des Bestandes und dessen Nutzung geben. Die Kennzahlen lassen sich einfach berechnen und geben bspw. Auskunft über
- Wie viele Medien pro Einwohner:in werden vorgehalten?
- Wie oft werden die Medien im Durchschnitt ausgeliehen?
- Wie viel Prozent des Bestandes konnten im vergangenen Jahr mindestens eine Ausleihe erzielen?
- Wie viel Prozent des Bestandes ist aktuell ausgeliehen?
In den folgenden Videos wird erläutert, was die einzelne Kennzahl aussagt, wie sie berechnet wird und wie die Werte der eigenen Bibliothek einzuordnen sind.
Medien pro Einwohner:in
| Inhalt: | In diesem Video wird erläutert, wie die Kennzahl berechnet wird, was sie aussagt und wie die Werte der eigenen Bibliothek einzuordnen sind. |
| Datum: | 29.04.2026 |
Medienumsatz
| Inhalt: | In diesem Video wird erläutert, wie die Kennzahl berechnet wird, was sie aussagt und wie die Werte der eigenen Bibliothek einzuordnen sind. |
| Datum: | 29.04.2026 |
Effizienz
| Inhalt: | In diesem Video wird erläutert, wie die Kennzahl berechnet wird, was sie aussagt und wie die Werte der eigenen Bibliothek einzuordnen sind. |
| Datum: | 29.04.2026 |
Aktivierungsgrad
| Inhalt: | In diesem Video wird erläutert, wie die Kennzahl berechnet wird, was sie aussagt und wie die Werte der eigenen Bibliothek einzuordnen sind. |
| Datum: | 29.04.2026 |
Absenzquote
| Inhalt: | In diesem Video wird erläutert, wie die Kennzahl berechnet wird, was sie aussagt und wie die Werte der eigenen Bibliothek einzuordnen sind. |
| Datum: | 29.04.2026 |
Erneuerungsquote
| Inhalt: | In diesem Video wird erläutert, wie die Kennzahl berechnet wird, was sie aussagt und wie die Werte der eigenen Bibliothek einzuordnen sind. |
| Datum: | 29.04.2026 |
Viele Informationen um diese und weitere bibliotheksrelevante Kennzahlen stellen wir noch einmal zum Download bereit:
Etatverteilungsplan
Die Erstellung eines Etatverteilungsplans ist nach der Erstellung eines Bestandkonzepts der nächste logische Schritt. Im Etatverteilungsplan wird festgelegt, wie viel Prozent des Medienetats für die einzelnen Zielgruppen, Bestandssegmente, Sachgruppen etc. investiert werden sollen. Somit ermöglicht der Etatverteilungsplan einen systematischen Medienerwerb unabhängig von eigenen Nutzungsvorlieben. Wird der für die einzelnen Bereiche zur Verfügung stehende Medienetat durch 12 dividiert, ist sichergestellt, dass auch zum Jahresende hin noch auf Neuerscheinungen oder neue Medientrends in allen Bereichen reagiert werden kann.
Der Etatverteilungsplan steht in enger Abhängigkeit zu anderen konzeptionellen Überlegungen wie dem Zielgruppen- oder Bestandskonzept. Daher lässt sich ein Etatverteilungsplan nur sehr bedingt 1:1 von einer auf die andere Einrichtung übertragen.